Die Bosporus-Gesellschaft e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Halle und einer Außenstelle in Berlin, der es sich seit über 14 Jahren zum Ziel gesetzt hat, unter anderem Jugendliche aus der Türkei und Deutschland zusammen zu bringen. Die Idee, einen regelmäßigen Austausch ins Leben zu rufen, entstand zwischen Studenten aus Bonn und Istanbul, die sich bei gegenseitigen Besuchen kennen gelernt hatten. 1991 wurde dann in Bonn die Bosporus-Gesellschaft e.V. gegründet, die zunächst mehrmals im Jahr den Brückenschlag zwischen der Türkei und Deutschland realisierte. Durch den persönlichen Austausch sollen die Jugendlichen sich kennen lernen, stereotype Denkweisen hinterfragen und lernen, mit anderen Kulturen und Vorstellungen umzugehen.
Nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit haben wir 1998 damit begonnen unsere Arbeit neben dem bilateralen Austausch mit der Türkei auf weitere südosteuropäische Länder auszuweiten, so dass wir im Jahr neben den bilateralen Austauschprojekten (Deutschland-Türkei) nun auch multilaterale Austauschprojekte mit Jugendlichen aus der Türkei, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Bosnien, Serbien, Slowenien, Ungarn und Deutschland durchführen konnten. Seit 2004 haben wir den Rahmen der Partnerländer noch erweitern können und konnten zusätzlich Teilnehmer aus Spanien, Schweden und Polen für unsere Projekte begeistern.
Was wir genau machen
Im Rahmen der Austauschprojekte werden aktuelle Themen aus dem kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich von den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet und diskutiert. Abgerundet wird das Projekt durch ein breit angelegtes Kulturprogramm.
Ein Projekt dauert in der Regel immer zehn bis vierzehn Tage und steht unter dem Motto „Toleranz erfahren und erleben durch den direkten Austausch“. Durchschnittlich 20 - 30 Jugendliche aus den Partnerländern nehmen an einem Projekt teil. Die Projekte folgen – unabhängig vom Thema – immer einem bestimmten Programmkonzept: 1) Ein 2-3tägiges Vorbereitungsseminar, auf dem sich die TeilnehmerInnen gemeinsam einen Einstieg ins Thema erarbeiten - und sich dabei kennen lernen. 2) Ein themenorientiertes Rahmenprogramm aus Informationsbesuchen und Workshops. Dadurch soll die Gruppe die Möglichkeit bekommen, das gemeinsam Erarbeitete zu vertiefen und in der Praxis kennen zu lernen. 3) Abgerundet wird der Aufenthalt durch eine mehrtägige gemeinsame Reise in eine andere Region des Gastlandes oder eine andere europäische Region. Dabei werden die anreisende und die gastgebende Gruppen jeweils von verantwortlichen BetreuerInnen begleitet, die bereits an früheren Programmen aktiv beteiligt waren. Oft und gerne werden die TeilnehmerInnen privat untergebracht um so auch den Alltag des Gastgebers besser kennen zu lernen. Verständigungs- und Seminarsprache ist Englisch.
Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zu gesellschaftspolitischen und (inter-) kulturellen Themen mit Türkei- und Südosteuropa-Bezug ergänzen unsere Austauschprogramme.
Unterstützt wird unsere Arbeit durch projektgebundene Fördermittel seitens der Europäischen Kommission, dem Auswärtigen Amt, Bund, Land, gastgebenden Städten und Stiftungen.